Sortierung: chronologisch | nach Kategorie
10.02.2012 (15:30 bis 19:30) und 11.02.2012 (09:00 bis 16:00)
Ausgehend von den theoretischen Kenntnissen des Schriftspracherwerbs (Beziehung zwischen Laut- und Schriftstruktur, Bedeutung der gesprochenen Sprache, Stufenmodell des Schriftspracherwerbs und dessen Voraussetzungen) und der phonologischen Bewusstheit, werden Möglichkeiten der Diagnostik im Vorschul- und Schulalter vorgestellt. Neben der Förderung der phonologischen Bewusstheit bei Vorschulkindern und Einschülern stellt die therapeutische Intervention bei einer Störung des Schriftspracherwerbs einen Schwerpunkt dar. Es werden Möglichkeiten der Förderung in den Bereichen: Graphem-Phonem-Korrespondenz, Analyse, Synthese, Leseförderung, Rechtschreibstrategien aufgegriffen. Praktische Übungen und Vorstellung von Therapiematerialien runden diesen Schwerpunkt ab. - Schwerpunkte Teil 1: Theorie des Schriftspracherwerb, phonologische Bewusstheit: Diagnostik und Therapie (Vorschulalter, 1. und Anfang 2. Klasse) - Schwerpunkte Teil 2: Diagnostik und Therapie von LRS (ab Mitte 2. Klasse) - Die Seminare sind aufeinander aufbauend, daher ist es sinnvoll, beide Seminare zu belegen. Wünschenswert ist, wenn die TeilnehmerInnen Fragen, Erfahrungen oder Fallbeispiele aus der eigenen Praxis mitbringen, die in dieses Seminar einfließen können.
ReferentIn: Birgit Müller-Kolmstetter
Kursnr.: 603
Termin: 10.02.2012 (15:30 bis 19:30); 11.02.2012 (09:00 bis 16:00)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 13
Dieses praxisorientierte Seminar richtet sich an LogopädInnen, die noch wenig Erfahrung mit der Schlucktherapie haben. Vorgestellt werden die Leitlinien für Dysphagie als Basis für ein effizientes Dysphagiemanagement. Ein kurzes Update zu den Ursachen und Symptomen für Schluckstörungen zeigt die unterschiedlichen Behandlungsmethoden innerhalb der Dysphagietherapie auf. Exemplarisch werden Vorangehensweisen im Rahmen der Funktionellen Dysphagietherapie nach Bartolome für HNO-Patienten, Schlaganfallpatienten und Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen aufgezeigt. Anhand von Fallbeispielen werden Therapieziele formuliert und die adäquaten Maßnahmen herausgearbeitet und auch praktisch erprobt. Eigene Fallbeispiele sind willkommen, bitte schicken Sie diese bis eine Woche vor Seminarbeginn über FIdEL an die Referentin. Da das Seminar sehr praxisorientiert ist, wird die Bereitschaft zur Selbsterfahrung vorausgesetzt.
ReferentIn: Cordula Winterholler MA
Kursnr.: 604
Termin: 11.02.2012 (09:30 bis 17:00)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 8
02.03.2012 (15:00 bis 19:00) und 03.03.2012 (09:00 bis 17:00)
Durch die Kombination verschiedener Therapiekonzepte und die damit implizierte multimodale Stimulation werden geistig behinderte oder stark entwicklungsverzögerte Kinder an das Sprechen herangeführt. Hierzu werden u.a. Anregungen aus den Konzepten von Zvi Penner, der Assoziationsmethode mit Lauthandzeichen, GUK und VSL entnommen. In diesem Seminar werden die Teilnehmenden durch konkrete Anleitung und eine Fülle von Spielideen befähigt, ihre Patienten in den Bereichen Tonus, Verbesserung der Mundfunktionen, Erweiterung des Sprachverständnisses, Aufbau eines Grundwortschatzes, Erweiterung des Lautrepertoires sowie visuelle Wahrnehmung und rhythmisch-prosodische Fähigkeiten zu unterstützen. Die vorgestellten Techniken werden anhand von Videobeispielen verdeutlicht und in Kleingruppenarbeit vertieft.
ReferentIn: Simone Homer-Schmidt
Kursnr.: 606
Termin: 02.03.2012 (15:00 bis 19:00); 03.03.2012 (09:00 bis 17:00)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 13
02.03.2012 (15:30 bis 19:00) und 03.03.2012 (09:30 bis 17:00)
Sprachentwicklungsauffällige Kinder zeigen häufig Symptome auf der semantisch-lexikalischen Ebene, z.B. einen eingeschränkten Wortschatz, Speicher- und Abrufprobleme und/oder Störungen in der Kategorienbildung. Dieses Seminar soll diagnostische Möglichkeiten (AWST-R, WWT, Patholinguistische Diagnostik) aufzeigen und verschiedene Therapiemethoden (z.B. Wortschatzförderung bis zur 50-Wörter-Grenze, Speicher- und Abruftherapie in Anlehnung an Glück, Vorgehen nach dem Patholinguistischen Therapieansatz) vorstellen. Durch Videobeispiele und Vorstellung von geeigneten Materialien wird die Übertragung in die Praxis unterstützt. Die TeilnehmerInnen erhalten einen Überblick über die neuesten Forschungsergebnisse in der Therapie von semantisch-lexikalischen Störungen bei Kindern.
ReferentIn: Carmen Barth MSc
Kursnr.: 605
Termin: 02.03.2012 (15:30 bis 19:00); 03.03.2012 (09:30 bis 17:00)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 12
09.03.2012 (14:00 bis 18:00) und 10.03.2012 (09:30 bis 15:30)
Die Darstellung der kindlichen Entwicklung geht über die rein linguistische Entwicklung hinaus und bezieht die Bereiche des Spiels, der Individuation und der Kommunikation des Kindes mit ein. Es wird aufgezeigt, wie ein Kind von funktionellen Handlungen zum Symbolspiel kommt, wie mit der Entdeckung der Sprache das 'Nein-Sagen' zum 'Das-bin-ich' führt und wie das Kind dann das dringende Bedürfnis hat, die Sprache im sozialen Austausch im Kindergarten mit Gleichaltrigen zu erproben. Diese Entwicklung findet im Alter von ca. 12 Monaten bis ca. 4 Jahren statt und hat ihren Höhepunkt gegen Ende des zweiten Lebensjahres. In der Folge wird die Dynamik früher Spracherwerbsstörungen dargestellt, mögliche Ursachen beschrieben und Zusammenhänge zwischen verspätetem Sprechbeginn und möglichen Sprach-, Lern- und Verhaltensauffälligkeiten im Kindergarten und in der Schule aufgezeigt. Die einzelnen theoretischen Schritte werden durch umfangreiche Videobeispiele veranschaulicht.
ReferentIn: Margita Händel-Rüdinger
Kursnr.: 631
Termin: 09.03.2012 (14:00 bis 18:00); 10.03.2012 (09:30 bis 15:30)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 11
09.03.2012 (15:30 bis 19:30) und 10.03.2012 (09:30 bis 16:00)
Das Seminar richtet sich an TherapeutInnen, die sich grundlegend und praxisorientiert mit phonologischen Störungen auseinandersetzen wollen. Eine kurze theoretische Einführung beschäftigt sich mit dem kindlichen Lautspracherwerb, verdeutlicht phonologische Prozesse und dient dazu, phonologische Störungen zu erkennen und (auch differentialdiagnostisch) zu klassifizieren. Ausgehend von einem Sprachverarbeitungsmodell werden die Entwicklungsbereiche analysiert, die die Störung verursachen oder anderweitig betroffen sind. Für die phonologische Prozessanalyse wird ein praxiserprobtes, zeitsparendes Lautbestands-Screening vorgestellt, für die Therapie werden, von der Diagnostik ausgehend, unterschiedliche Therapiebausteine aufgezeigt. Die klassischen Methoden der Phonologie-Therapie wie z.B. P.O.P.T. (Fox) oder Metaphon (Jahn) werden an den Bedürfnissen der Praxis orientiert dargestellt. Ein mögliches therapeutisches Vorgehen wird ausführlich besprochen und durch konkrete und ansprechende Spielideen zur Behandlung einzelner phonologischer Prozesse und Hinweisen zu Therapiematerialien ergänzt. Besonderen Wert legt das Seminar auf die einfache Anwendbarkeit der Bausteine und Materialien im logopädischen Alltag.
ReferentIn: Heidrun Zehner
Kursnr.: 607
Termin: 09.03.2012 (15:30 bis 19:30); 10.03.2012 (09:30 bis 16:00)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 12
16.03.2012 (15:00 bis 19:00) und 17.03.2012 (09:00 bis 16:00)
Ausgehend von den Wurzeln der funktionalen Gesangspädagogik (Rohmert und Rabine) wurde das Funktionale Stimmtraining (FST) durch langjährige Erfahrung für die stimmtherapeutische Arbeit mit pathologischen Stimmen modifiziert und differenziert. Durch die funktionale Verbindung von Bewegung und Stimme wird in diesem Konzept die physiologische Stimmgebung trainiert - und für den Patienten die Funktion transparent gemacht, sodass er sein alltägliches Stimmverhalten beurteilen und verändern kann. Diese Methode ist besonders hilfreich bei funktionellen Stimmstörungen. Eingebettet in die klassischen Bereiche einer Stimmtherapie (Tonusarbeit, Atemregulation, Intentionale Arbeit, Artikulations- / Resonanzarbeit) werden in der Phonationsarbeit personale Aspekte sichtbar. Das Seminar bringt den TeilnehmerInnen die theoretischen Verständnisgrundlagen nahe und beinhaltet einen hohen Anteil an Praxis, der die Anwendung im therapeutischen Alltag möglich macht.
ReferentIn: Sabine Degenkolb-Weyers und Ingrid Visser
Kursnr.: 609
Termin: 16.03.2012 (15:00 bis 19:00); 17.03.2012 (09:00 bis 16:00)
Kosten: 195 €
Fortbildungspunkte: 13
16.03.2012 (10:00 bis 16:30) und 17.03.2012 (09:00 bis 15:30)
Die Behandlung von Störungen der Nahrungsaufnahme nimmt in der logopädischen Arbeit einen wachsenden Raum ein. In diesem Seminar werden die Ursachen von Mundfunktionsstörungen besprochen, anhand der Physiologie der Mundfunktionen wird ein Therapieplan erarbeitet. Mit Hilfe von Videobeispielen wird die Symptomatik vorgestellt, auch zur Schärfung des 'diagnostischen Blickes'. Die Besonderheiten von Anamnese und Diagnostik sind ebenfalls Thema der Fortbildung. Auf den Prinzipien der Sensorischen Integration aufbauend werden Möglichkeiten besprochen, um die taktile Abwehr im Orofazialbereich zu vermindern. Die TeilnehmerInnen erhalten wesentliche Informationen über die Grundzüge der Mundtherapie nach Gertraud Fendler sowie der Ess- und Trinktherapie nach Helen Müller. Das Therapiekonzept 'Von der Sonde zur oralen Ernährung' unter spezieller Berücksichtigung sog. Fütterstörungen/interaktioneller Störungen wird vorgestellt. Therapeutische Möglichkeiten zur Unterstützung des Abbeißens, Kauens und Schluckens sowie zur Anbahnung des Saugens sind Inhalte des Seminars. Außerdem können die TeilnehmerInnen auf einer 'Tupperparty' in Sachen Hilfsmittel viele Informationen über verschiedene Löffel, Becher und Sauger erhalten. Möglichkeiten zur Selbsterfahrung, viele Videobeispiele und eine Literaturliste runden das Seminar ab. Das Seminar richtet sich an TeilnehmerInnen aus verschiedenen therapeutischen Berufsgruppen wie Logopädie, Sprachheilpädagogik, Sondereinrichtungen, Frühförderung, Krankengymnastik oder Ergotherapie.
ReferentIn: Susanne Renk
Kursnr.: 608
Termin: 16.03.2012 (10:00 bis 16:30); 17.03.2012 (09:00 bis 15:30)
Kosten: 200 €
Fortbildungspunkte: 14
23.03.2012 (10:00 bis 17:30) und 24.03.2012 (09:00 bis 16:30)
Nach einer Einführung in die aktuellen Erkenntnisse zu den Grundlagen und Besonderheiten von Mehrsprachigkeit wird erarbeitet, wie eine aussagekräftige Anamnese und Diagnostik bei mehrsprachigen Kindern durchgeführt und Sprachentwicklungsstörungen von 'ganz normalen' Auffälligkeiten beim Deutschlernen unterschieden werden können. Es werden in der Praxis gängige Verfahren hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit analysiert und spezielle Verfahren für mehrsprachige Kinder vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Erweiterung interkultureller Handlungskompetenzen für die Beratung und Elternarbeit. Die TeilnehmerInnen setzen sich konstruktiv mit kulturellen und migrationsspezifischen Fragen auseinander und erfahren, wie sie Eltern bezüglich der Familiensprache beraten, Sprachbarrieren überwinden und Eltern zur Mitarbeit motivieren können. Abschließend widmet sich das Seminar noch den Besonderheiten der Therapie: Welche Therapiemethoden sind in besonderer Weise geeignet? Was ist bei der Auswahl der Therapieziele zu beachten? Wie können die verschiedenen Erstsprachen und Kulturen in die Therapie einbezogen werden?
ReferentIn: Sebnem Kreutzmann
Kursnr.: 633
Termin: 23.03.2012 (10:00 bis 17:30); 24.03.2012 (09:00 bis 16:30)
Kosten: 210 €
Fortbildungspunkte: 16
30.03.2012 (15:00 bis 19:00) und 31.03.2012 (09:00 bis 16:00)
belegt
Aus der Praxis für die Praxis - Materialien und Spielideen rund um die Behandlung syntaktischer und morphologischer Störungen bei KindernIn den letzten Jahren wurden viele Materialien für die Therapie von Sprachentwicklungsstörungen, speziell für syntaktische und morphologische Probleme, herausgebracht. Wir werden eine Fülle von Material vorstellen und es mit einer Vielzahl an effektiven und pfiffigen Spielideen unterfüttern, abhängig vom Stand des Kindes. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Behandlungsmethoden z.B. natürlicher Grammatikerwerb (Kruse), Patholinguistische Therapie (Kauschke/Siegmüller), Duogramm (Schlag), Kon-Lab (Penner). Die Theorie wird kurz angerissen, Grundkenntnisse in der Behandlung morphosyntaktischen Störungen sind von Vorteil. Neben den logopädischen Materialien stellen wir auch gängige Regelspiele vor und demonstrieren, wie sie in der Therapie sinnvoll und flexibel für unterschiedliche Ziele eingesetzt werden können. Es gibt die Möglichkeit, die Materialien zu sichten und auf Wunsch auch zu erproben. Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt in der praktisch-methodischen Umsetzung für den Therapiealltag. Darüberhinaus stellen wir Ihnen aber auch effektive und praxisorientierte Möglichkeiten vor, morphosyntaktische Störungen zu diagnostizieren. Wenn Sie erfahren sind in der Behandlung von Kindern oder neue Impulse suchen oder einen Wiedereinstieg in die SES-Therapie planen oder auch wenn Sie sich eine praktische Umsetzung Ihrer theoretischen Kenntnisse wünschen, ist dieses praxisorientierte Seminar eine wertvolle Grundlage für Ihre Arbeit.
ReferentIn: Birgit Müller-Kolmstetter und Carmen Barth MSc
Kursnr.: 610
Termin: 30.03.2012 (15:00 bis 19:00); 31.03.2012 (09:00 bis 16:00)
Kosten: 195 €
Fortbildungspunkte: 12
20.04.2012 (16:00 bis 20:00) und 21.04.2012 (09:00 bis 17:00)
Wenn kleine Kinder mit einer Stotterproblematik in die sprachtherapeutische Praxis kommen, stellt sich die Frage, wie insgesamt vorzugehen ist und ob ein direkter oder ein indirekter Therapieansatz besser geeignet wäre. In diesem Seminar soll kurz die Diagnostik, vor allem aber der direkte Therapieansatz des Stotterns im Kindesalter vorgestellt werden, der sich eng an dem Grundkonzept des Therapieansatzes von Charles van Riper orientiert. Inhalte aus der direkten Therapie sind der angstfreie Umgang mit dem Pseudostottern und andere Möglichkeiten des spielerischen Umgangs mit dem Stottern (Modifizierung des Stotterns) sowie die Förderung der kindgerechten Wahrnehmung der Stottersymptomatik. Ziel des Seminars ist, einen Einblick in die Herangehensweise der direkten Therapie mit kleinen und größeren Kindern zu bekommen, diese durch Videobeispiele zu verdeutlichen und durch praktische Übungen (z.B. Erlernen des korrekten Pseudostotterns) Möglichkeiten der Umsetzung des Konzepts in den Therapiealltag zu gewinnen.
ReferentIn: Antje Krüger
Kursnr.: 612
Termin: 20.04.2012 (16:00 bis 20:00); 21.04.2012 (09:00 bis 17:00)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 14
20.04.2012 (13:30 bis 18:30) und 21.04.2012 (09:30 bis 15:30)
In Anlehnung an das Konzept von Barbara Zollinger steht die Unterstützung des "Miteinanderspielens", während dessen das Kind Bilder im Kopf entstehen lassen kann, im Vordergrund des Seminars. Das Spiel bietet den natürlichen Kontext, mit dem anderen zu kommunizieren. Die Sprache wird in sozialen Situationen, in denen Diskurse möglich werden, zum Bindeglied zwischen der Welt der Personen und der Welt der Gegenstände und erhält Bedeutung. Es werden mögliche Spiele, Materialien und deren Bedeutung für bestimmte Entwicklungsstufen aufgezeigt, das Herstellen sprachlicher Bezüge erläutert und durch Fotos und Fallbeispiele aus der Praxis veranschaulicht. Ein wesentlicher Teil gilt der praktischen Arbeit, in dem die Teilnehmer die Möglichkeit haben, therapeutische Prozesse in Videosequenzen einzuschätzen und Therapiesituationen zu üben. Schwierige Momente im therapeutischen Prozess werden diskutiert und Grundlagen der Elternberatung dargestellt. Voraussetzung: Besuch der Seminare "Einführung in das Konzept von Barbara Zollinger" oder "Früher Diskurserwerb - Die natürliche Entwicklung des Erzählens"
ReferentIn: Margita Händel-Rüdinger
Kursnr.: 611
Termin: 20.04.2012 (13:30 bis 18:30); 21.04.2012 (09:30 bis 15:30)
Kosten: 200 €
Fortbildungspunkte: 12
Im Mittelpunkt dieses Praxisseminars steht der schwer betroffene Schluckpatient. Folgende Fragen sollen anhand der aktuellen Studienlage, aber auch aufgrund eigener Erfahrungen diskutiert werden: Wie werden Schluckstörungen nach Schweregrad eingeteilt und welche Risikofaktoren müssen bei der Wahl der Diagnostik und der Zielsetzung berücksichtigt werden? Welche Methoden sind geeignet und führen zu einem realistischen Therapieziel? Wie funktionieren die Methoden der Dysphagietherapie, gibt es Vor- und Nachteile? Wie sieht ein Schluckmanagement mit Trachealkanüle aus, sowohl fachlich als auch juristisch? Wann endet eine Schlucktherapie ? Im ersten Teil des Seminars werden exemplarisch an Patientenbeispielen Entscheidungslogarithmen theoretisch erarbeitet, im zweiten Teil werden Methoden ausprobiert (Selbsterfahrung) und diskutiert. Dabei orientieren wir uns an den Leitlinien der Dysphagietherapie für neurogene Schluckstörungen (Prosiegel, 2008). Eigene Fallbeispiele sind willkommen, bitte spätestens eine Woche vor Seminarbeginn bei FIdEL einreichen. Dieses Seminar eignet sich für KollegInnen, die schon erste Erfahrungen mit Schluckpatienten gemacht haben – Grundlagen der Dysphagietherapie werden vorausgesetzt.
ReferentIn: Cordula Winterholler MA
Kursnr.: 629
Termin: 12.05.2012 (09:30 bis 17:00)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 8
15.06.2012 (15:30 bis 19:30) und 16.06.2012 (09:00 bis 16:00)
ReferentIn: Birgit Müller-Kolmstetter
Kursnr.: 619
Termin: 15.06.2012 (15:30 bis 19:30); 16.06.2012 (09:00 bis 16:00)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 13
22.06.2012 (10:00 bis 16:30) und 23.06.2012 (09:00 bis 15:30)
Dieses Seminar richtet sich an alle TherapeutInnen, die sich mit sprachentwicklungsauffälligen Kindern befassen. Es handelt sich um ein Praxis-Seminar, das konkrete Therapieanregungen, Spiele, Material-, Musik- und Literaturtipps beinhaltet, aufbauend auf folgenden Bereichen: taktile Wahrnehmung und Körperschema, auditive und visuelle Wahrnehmung, Mundmotorik und Lautanbahnung. SeminarteilnehmerInnen sollten also Lust zum Spielen und Ausprobieren mitbringen. Das Wissen um die sensorische Integration gibt vielen bekannten SEV-Therapieinhalten eine neue Richtung und weitet die Grenzen der Sprachtherapie aus, ohne jedoch die speziell logopädischen Ziele zu verlassen.
ReferentIn: Susanne Renk
Kursnr.: 614
Termin: 22.06.2012 (10:00 bis 16:30); 23.06.2012 (09:00 bis 15:30)
Kosten: 200 €
Fortbildungspunkte: 14
22.06.2012 (15:00 bis 19:00) und 23.06.2012 (09:00 bis 16:00)
In der Therapie von myofunktionellen / orofacialen Störungen gibt es eine Vielzahl an Konzepten (z.B. Anita Kittel, Grums, Padovan oder Schluckschlus) und somit auch eine Vielzahl an Übungen - aber nicht jeder Patient braucht alle. Ausgehend von einer logopädisch funktionellen Diagnostik und dem zu Grunde liegenden kieferorthopädischen Befund sollen individuelle Therapieziele abgeleitet werden und therapeutische Entscheidungen getroffen werden. Somit orientiert sich der Therapieaufbau strikt an den Ergebnissen der logopädischen und kieferorthopädischen Diagnostik. Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt in der praktisch-methodischen Umsetzung der myofunktionellen Therapie für die Behandlung von Kindern und Erwachsenen. Dabei werden unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von 'klassischem' Therapiematerial und vielfältige spannende Spielideen vorgestellt. Die theoretischen Grundlagen der Myofunktionellen Therapie werden kurz vorgestellt, Grundkenntnisse in der Behandlung myofunktioneller Störungen sind von Vorteil.
ReferentIn: Sabine Degenkolb-Weyers
Kursnr.: 636
Termin: 22.06.2012 (15:00 bis 19:00); 23.06.2012 (09:00 bis 16:00)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 12
Elternberatung bei stotternden Kindern - dieses Thema wirft in der Praxis noch viele Fragen auf. In diesem Seminar, welches das andere Seminar von Antje Krüger zum Thema Stottern um einen wichtigen Baustein ergänzt, sollen folgende Themen behandelt werden: Wie kann das Erstgespräch so gestaltet werden, dass die Eltern sich gut aufgehoben fühlen? Welche unterschiedlichen Fragetechniken kommen zur Anwendung? Welche Gesprächstechniken sind in einem therapiebegleitenden Beratungsgespräch hilfreich? Wie kann mit den Eltern eine offene, wertschätzende Gesprächsatmosphäre gestaltet werden, die es ihnen ermöglicht, Lösungsvorschläge anzunehmen? Wie kann mit auftretenden Schwierigkeiten angemessen umgegangen werden? Die dargestellten Techniken sind in eine lösungsorientierte Grundhaltung eingebettet. Ziel des Seminars ist es, durch viele praktische Übungen wie zum Beispiel Rollenspiele und Kleingruppenarbeiten die angebotenen Gesprächstechniken auszuprobieren. Durch diese Übungen soll soviel Sicherheit und Souveränität erfahren werden, dass die neuen Möglichkeiten gleich in den Therapiealltag integriert werden können.
ReferentIn: Antje Krüger
Kursnr.: 613
Termin: 23.06.2012 (09:00 bis 17:00)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 8
06.07.2012 (15:00 bis 19:00) und 07.07.2012 (09:00 bis 16:00)
entfällt
Funktionales Stimmtraining - Erlanger ModellAusgehend von den Wurzeln der funktionalen Gesangspädagogik (Rohmert und Rabine) wurde das Funktionale Stimmtraining (FST) durch langjährige Erfahrung für die stimmtherapeutische Arbeit mit pathologischen Stimmen modifiziert und differenziert. Durch die funktionale Verbindung von Bewegung und Stimme wird in diesem Konzept die physiologische Stimmgebung trainiert - und für den Patienten die Funktion transparent gemacht, sodass er sein alltägliches Stimmverhalten beurteilen und verändern kann. Diese Methode ist besonders hilfreich bei funktionellen Stimmstörungen. Eingebettet in die klassischen Bereiche einer Stimmtherapie (Tonusarbeit, Atemregulation, Intentionale Arbeit, Artikulations- / Resonanzarbeit) werden in der Phonationsarbeit personale Aspekte sichtbar. Das Seminar bringt den TeilnehmerInnen die theoretischen Verständnisgrundlagen nahe und beinhaltet einen hohen Anteil an Praxis, der die Anwendung im therapeutischen Alltag möglich macht.
ReferentIn: Sabine Degenkolb-Weyers und Ingrid Visser
Kursnr.: 617
Termin: 06.07.2012 (15:00 bis 19:00); 07.07.2012 (09:00 bis 16:00)
Kosten: 195 €
Fortbildungspunkte: 12
In dieser Fortbildung werden Fallbesprechungen und -beispiele, Therapietipps und Erfahrungsaustausch angeboten. Anfangs werden die Grammatikentwicklungsphasen von Vorschulkindern bis zum Alter von sechs Jahren ergänzt. Anhand eines Beispiels differenzieren wir gemeinsam zwischen Grammatik- und Lexikonauffälligkeiten. In der Praxis zeigen sich oft sprachliche Auffälligkeiten, die sich an der Schnittstelle zwischen Lexikon und Grammatik und hier insbesondere bei der Artikelzuordnung und bei Präpositionen und Kasus ergeben. Hierzu werden therapeutisch sinnvolle Interventionen besprochen. Wir besprechen praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Ansprechende Spielangebote für unterschiedliche Altersstufen werden - auch durch Ihre Tipps und Erfahrungen - zusammengetragen, praxisnah dargestellt und teilweise in praktischen Übungen durchgeführt. Es besteht die Möglichkeit, eigene Fälle im Seminar zu besprechen. Voraussetzung ist die Teilnahme an dem Seminar "Natürlicher Grammatikerwerb und Dysgrammatismus".
ReferentIn: Dr. Silke Kruse
Kursnr.: 616
Termin: 06.07.2012 (15:00 bis 20:00)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 6
Die meisten Kinder, die wir betreuen, kommen mit Auffälligkeiten in mehreren Sprachbereichen zur logopädischen Therapie. Bei ihnen stellt sich häufig die Frage, in welchem Bereich wir die Therapie beginnen sollen, wie sprachspezifisch oder allgemein fördernd die Therapie ausgerichtet sein sollte und ob die Therapie zu den einzelnen Sprachbereichen besser nacheinander oder zeitgleich erfolgen sollte. Um eine spezifische Förderung mehrerer Bereiche zu erreichen, muss die Therapie an den Schnittstellen der Sprachbereiche erfolgen. Die phonologischen Eigenheiten der Sprache und die Verben bieten hier Ansatzpunkte, mit denen auch auf weitere Sprachbereiche positiv eingewirkt werden kann. Im Seminar wird verdeutlicht, wie sich Wortschatz, Grammatik und Phonologie gegenseitig beeinflussen und dabei immer an kommunikativ-pragmatische Aspekte gebunden sind. Hier setzt die Schnittstellentherapie bei Auffälligkeiten an, deren Umsetzung an jeder dieser Schnittstellen dargestellt wird. Hierzu können Sie gerne auch selbst Kinder aus Ihrer Praxis vorstellen. Um über die Kinder sprechen zu können, bringen Sie bitte ein kurzes Transkript (auf USB-Stick, Papier oder Folie) mit und gegebenenfalls eine kurze, aussagekräftige Filmaufnahme auf DVD. Dieses Seminar kann einzeln oder auch in Verbindung mit dem Seminar Viele Fälle von Dysgrammatismus, das tags zuvor stattfindet, gebucht werden. Voraussetzungen: vorherige Teilnahme am Grundlagenseminar 'Natürlicher Grammatikerwerb und Dysgrammatismus' und dem Aufbauseminar 'Viele Fälle von Dysgrammatismus'. Sinnvoll ist außerdem die vorherige Teilnahme am Seminar 'Von Late-Talkern zu Wortfindungsstörungen'.
ReferentIn: Dr. Silke Kruse
Kursnr.: 615
Termin: 07.07.2012 (09:30 bis 16:30)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 7
13.07.2012 (13:30 bis 19:30) und 14.07.2012 (09:00 bis 18:00)
Zwischenmenschliche Kommunikation ist nicht begrenzt auf den Austausch von Mitteilungen und Informationen, sondern sie stellt die wesentliche Voraussetzung für die psychische und soziale Entwicklung des Menschen dar. Kann aufgrund einer Behinderung oder Erkrankung die (Laut-)sprache nicht ausreichend effektiv genutzt werden, beeinträchtigen reduzierte Kommunikations- und Interaktionserfahrungen die Persönlichkeitsentwicklung sowie die Lebensqualität der betroffenen Menschen erheblich. Die Unterstützte Kommunikation will für nicht- oder kaum sprechende Menschen sowie deren privates und berufliches Umfeld alternative und ergänzende Möglichkeiten zur Verständigung aufzeigen. Damit Gespräche, Kontakt und Zusammenleben zwischen nicht-sprechenden und sprechenden Menschen gelingen, ist von allen Beteiligten nicht nur ein hohes Maß an Geduld, gegenseitigem Verständnis und Kreativität erforderlich, sondern vor allem das Wissen um verschiedene Kommunikationshilfen (wie z.B. Symboltafeln, einfache Gebärden, elektronische Hilfen...) und deren individuelle Nutzbarkeit. Im Seminar werden diverse Kommunikationshilfen und Materialien praxisnah vorgestellt, diese können ausprobiert werden. Die bisherigen Erfahrungen der TeilnehmerInnen im Kontakt mit nicht- oder wenig-sprechenden Menschen werden, ebenso wie Beispiele aus der Tätigkeit der Referentin, genutzt um die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der U.K. darzustellen. Die Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat für den Grundkurs nach ISAAC-Standard, das auch zur Teilnahme an Aufbaukursen nach ISAAC-Standard berechtigt. ISAAC erhebt dafür eine Schutzgebühr von 15,-- Euro pro TeilnehmerIn, die in der Teilnehmergebühr enthalten ist.
ReferentIn: Christiane Schmülling
Kursnr.: 618
Termin: 13.07.2012 (13:30 bis 19:30); 14.07.2012 (09:00 bis 18:00)
Kosten: 205 €
Fortbildungspunkte: 17
14.09.2012 (08:45 bis 17:15) und 15.09.2012 (08:45 bis 17:15)
Das Seminar beschäftigt sich mit der Diagnostik, der Verlaufsdiagnostik, der Gesamtdokumentation, der Sigmatismus- und Schetismusbehandlung nach Anita Kittel im Rahmen einer Myofunktionellen Störung. Die praktische Durchführung der Myofunktionellen Therapie nach A. Kittel wird ausführlich dargestellt. Das Verständnis für betroffene Muskeln wird vertieft, die Bedeutung von Haltungs- und Körperkoordinationsübungen aufgezeigt. Da viele Patienten mit Myofunktionellen Störungen vom Kieferorthopäden überwiesen werden, sind auch Grundlagen und Terminologie der Kieferorthopädie ein wichtiges Thema. Die Teilnehmenden erhalten Skripte zur MFT, zu den Muskeln, zur Sigmatismus- und Schetismustherapie und zur Kieferorthopädie sowie Übungsblöcke für Zungen-, Lippen-, Ansaug-, Schluck-, Ruhelage- und Körperübungen. Das Seminar soll die TeilnehmerInnen befähigen, Patienten mit MFS erfolgreich zu behandeln.
ReferentIn: Anita Kittel
Kursnr.: 632
Termin: 14.09.2012 (08:45 bis 17:15); 15.09.2012 (08:45 bis 17:15)
Kosten: 215 €
Fortbildungspunkte: 18
Die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als Vorläufermerkmal für den Schriftspracherwerb gilt als wissenschaftlich belegt. Es kann davon ausgegangen werden, dass Kinder mit einer Sprachentwicklungsverzögerung als 'Risikokinder' für eine LRS gelten. Neben der Therapieplanung für die SES sollte daher die Entwicklung der phonologischen Bewusstheit in den Therapieverlauf einbezogen werden. In diesem Seminar werden die theoretischen Grundlagen erläutert. Neben den standardisierten Diagnostikinstrumenten (v. a. TPB, BAKO) werden informelle Verfahren und Beobachtungsmöglichkeiten dargestellt. Großen Raum wird die therapeutische Intervention einnehmen, Schwerpunkt ist hierbei die Verknüpfung der Phonologischen Bewusstheit mit der Therapie von phonetischen und phonologischen Störungen bei Vorschulkindern. Es wird eine Fülle von Spielideen und Therapiematerial vorgestellt, mit dem Sie Ihren Therapiealltag bereichern können. Die Kopiervorlagen dazu erhalten Sie auf einer CD-Rom oder einem mitgebrachten USB-Stick. Daneben wird auch die Förderung der phonologischen Bewusstheit bei Schulkindern mit Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb thematisiert.
ReferentIn: Birgit Müller-Kolmstetter
Kursnr.: 620
Termin: 15.09.2012 (09:00 bis 17:00)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 9
28.09.2012 (15:00 bis 19:00) und 29.09.2012 (09:00 bis 16:00)
Ventiltönchen? Phonationsatmung? Abspannen? Kauphonation? Inspiratorische Gegenspannung? Resonanzarbeit? Akzentmethode? Funktionale Arbeit? .... Was war das noch??? Das Seminar richtet sich an LogopädInnen und StimmtherapeutInnen, die ein umfassendes praktisches Wissen zur Behandlung von Stimmstörungen erwerben möchten. Ein grundlegendes Theorieverständnis wird vorausgesetzt. Wenn Sie Ihr Wissen auffrischen möchten, sind Sie in diesem praxisorientierten Seminar genau richtig: Basierend auf einer kompakten und aussagekräftigen Diagnostik werden die Ziele für eine störungsspezifische Stimmtherapie abgeleitet. Die Praxisarbeit in den sechs klassischen Bereichen der Stimmtherapie wird durch konkrete Übungen zielorientiert vermittelt. So erhalten Sie Sicherheit in der Methodenwahl und Durchführung in den Bereichen Tonus, Atmung, Phonation und Artikulation, Intention und Persönlichkeit für Ihren stimmtherapeutischen Alltag.
ReferentIn: Ingrid Visser und Sabine Degenkolb-Weyers
Kursnr.: 637
Termin: 28.09.2012 (15:00 bis 19:00); 29.09.2012 (09:00 bis 16:00)
Kosten: 195 €
Fortbildungspunkte: 13
28.09.2012 (15:00 bis 19:30) und 29.09.2012 (09:00 bis 17:00)
Kinder, die eine SES mit unsicher aufgebautem Wortschatz und Wortfindungsstörungen zeigen, sind in der Regel auch die Kinder, die als Late-Talker spät mit dem Sprechen begonnen haben. Offensichtlich sind diese Kinder also gefährdet, ihren gesamten Wortschatz nur schleppend zu entwickeln. Obwohl der Begriff 'Late Talker' sich längst etabliert hat und Diagnose- und Therapiematerial entwickelt wurden, wird nach wie vor gestritten, ob, und wenn ja, wann eine Therapie bei diesen Kindern sinnvoll und nötig ist. Im Seminar werden die jüngsten Entwicklungsdaten des natürlichen Wortschatzerwerbs als Grundlage für davon abweichendes Verhalten vermittelt. Modelle zum Erwerb des Lexikons helfen uns, dessen hierarchischen Aufbau im Vorschulalter zu erkennen. Wir befassen uns mit aktuellen Diagnosemöglichkeiten zu den unterschiedlichen Altersstufen und besprechen ausführlich, wann und wie ein Kind sprachtherapeutisch begleitet werden sollte. Die TeilnehmerInnen lernen, Kinder mit spätem Sprechbeginn differenziert zu diagnostizieren und den Wortschatz zu therapieren. Da sich Wortschatzdefizite auch auf die darauf aufbauenden Sprachbereiche wie Grammatik, Wortfindung und Schriftspracherwerb auswirken, werden auch diese Zusammenhänge in einem praxisnahen Therapieansatz berücksichtigt. Kinder erwerben und festigen ihren Wortschatz in natürlichen, altersgerechten Kommunikationssituationen, in denen durch ein entwicklungsorientiertes Sprachangebot der Sprachaufbau des Kindes optimal unterstützt wird. Eine Langzeittherapie soll möglichst vermieden werden. Durch Filmbeispiele und der Vorstellung von Spielmaterial werden die einzelnen Therapieschritte verdeutlicht.
ReferentIn: Dr. Silke Kruse
Kursnr.: 621
Termin: 28.09.2012 (15:00 bis 19:30); 29.09.2012 (09:00 bis 17:00)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 14
Die Dysphagietherapie bei Patienten mit progredienten neurologischen Erkrankungen (z.B. ALS) kann für beide Seiten, sowohl für den Patienten wie auch für den Therapeuten, sehr frustrierend sein. Erfolge stellen sich aufgrund der Erkrankung nicht ein. Ist eine Therapie dann überhaupt sinnvoll? Das Konzept der palliativen Logopädie zeigt, welche therapeutischen Möglichkeiten es geben kann. In dem Seminar werden relevante Krankheitsbilder und deren Mechanismen besprochen. Davon ausgehend werden wir nachvollziehbar und verständlich ableiten, welche Therapieformen unterstützen können und welche ungünstig oder sogar gefährlich für den Betroffenen sein können. Das Konzept der palliativen Logopädie umfasst ein fundiertes Wissen über die unterschiedlichen Krankheitsverläufe, die Begleitung der Betroffenen in den jeweiligen Phasen und ein Know how bezüglich verschiedener Hilfsmittel, die wichtig werden können (z.B. Cough assist). Anhand von Patientenbeispielen werden konkrete Behandlungspläne erarbeitet und die eigene TherapeutInnen-Haltung reflektiert. So sind Elemente der Gesprächsführung auf der Grundlage der Transaktionstheorie ebenfalls Inhalte dieses Seminars. In diesem Zusammenhang steht auch die Frage nach einer professionellen Beendigung einer Therapie. Dieses Seminar richtet sich an erfahrene Kolleginnen - Grundlagen der Dysphagietherapie werden nicht besprochen!
ReferentIn: Cordula Winterholler MA
Kursnr.: 622
Termin: 29.09.2012 (09:30 bis 17:00)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 8
12.10.2012 (10:00 bis 16:30) und 13.10.2012 (09:00 bis 15:30)
Essen ist mehr als eine bloße Funktion! Interaktion und Kommunikation spielen immer eine entscheidende Rolle in einer für alle Seiten entspannten Essenssituation. Daher wendet sich dieses Seminar an alle Interessierten aus dem therapeutischen, pädagogischen oder pflegerischen Bereich, die Babys oder Kleinkinder füttern oder die sich mit Orofazialstörungen beschäftigen. Viele dieser Kinder könnten essen und trinken - wenn sie es denn wollten. Viele finden die Essensituation 'zum Kotzen' und drücken dies im wahrsten Sinne des Wortes aus. Die Nahrungsaufnahme wird zum Kampfschauplatz. Dieses Seminar möchte Hintergrundwissen vermitteln, den diagnostischen Blick für das Störungsbild schulen und Möglichkeiten aufzeigen, wie man als Verantwortliche/r helfen kann, z.B. auf der rein interaktionalen Ebene. Es werden auch Entscheidungshilfen gegeben, wann zusätzliche oder ausschließliche psychotherapeutische Maßnahmen einzuleiten sind. Literaturhinweise runden dieses Seminar ab.
ReferentIn: Susanne Renk
Kursnr.: 623
Termin: 12.10.2012 (10:00 bis 16:30); 13.10.2012 (09:00 bis 15:30)
Kosten: 200 €
Fortbildungspunkte: 14
Die meisten Kinder, die wir betreuen, kommen mit Auffälligkeiten in mehreren Sprachbereichen zur logopädischen Therapie. Bei ihnen stellt sich häufig die Frage, in welchem Bereich wir die Therapie beginnen sollen, wie sprachspezifisch oder allgemein fördernd die Therapie ausgerichtet sein sollte und ob die Therapie zu den einzelnen Sprachbereichen besser nacheinander oder zeitgleich erfolgen sollte. Um eine spezifische Förderung mehrerer Bereiche zu erreichen, muss die Therapie an den Schnittstellen der Sprachbereiche erfolgen. Die phonologischen Eigenheiten der Sprache und die Verben bieten hier Ansatzpunkte, mit denen auch auf weitere Sprachbereiche positiv eingewirkt werden kann. Im Seminar wird verdeutlicht, wie sich Wortschatz, Grammatik und Phonologie gegenseitig beeinflussen und dabei immer an kommunikativ-pragmatische Aspekte gebunden sind. Hier setzt die Schnittstellentherapie bei Auffälligkeiten an, deren Umsetzung an jeder dieser Schnittstellen dargestellt wird. Hierzu können Sie gerne auch selbst Kinder aus Ihrer Praxis vorstellen. Um über die Kinder sprechen zu können, bringen Sie bitte ein kurzes Transkript (auf USB-Stick, Papier oder Folie) mit und gegebenenfalls eine kurze, aussagekräftige Filmaufnahme auf DVD. Dieses Seminar kann einzeln oder auch in Verbindung mit dem Seminar Viele Fälle von Dysgrammatismus, das tags zuvor stattfindet, gebucht werden. Voraussetzungen: vorherige Teilnahme am Grundlagenseminar 'Natürlicher Grammatikerwerb und Dysgrammatismus' und dem Aufbauseminar 'Viele Fälle von Dysgrammatismus'. Sinnvoll ist außerdem die vorherige Teilnahme am Seminar 'Von Late-Talkern zu Wortfindungsstörungen'.
ReferentIn: Dr. Silke Kruse
Kursnr.: 624
Termin: 13.10.2012 (09:30 bis 16:30)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 7
19.10.2012 (15:00 bis 19:00) und 20.10.2012 (09:00 bis 16:00)
Ausgehend von den Wurzeln der funktionalen Gesangspädagogik (Rohmert und Rabine) wurde das Funktionale Stimmtraining (FST) durch langjährige Erfahrung für die stimmtherapeutische Arbeit mit pathologischen Stimmen modifiziert und differenziert. Durch die funktionale Verbindung von Bewegung und Stimme wird in diesem Konzept die physiologische Stimmgebung trainiert - und für den Patienten die Funktion transparent gemacht, sodass er sein alltägliches Stimmverhalten beurteilen und verändern kann. Diese Methode ist besonders hilfreich bei funktionellen Stimmstörungen. Eingebettet in die klassischen Bereiche einer Stimmtherapie (Tonusarbeit, Atemregulation, Intentionale Arbeit, Artikulations- / Resonanzarbeit) werden in der Phonationsarbeit personale Aspekte sichtbar. Das Seminar bringt den TeilnehmerInnen die theoretischen Verständnisgrundlagen nahe und beinhaltet einen hohen Anteil an Praxis, der die Anwendung im therapeutischen Alltag möglich macht.
ReferentIn: Sabine Degenkolb-Weyers und Ingrid Visser
Kursnr.: 625
Termin: 19.10.2012 (15:00 bis 19:00); 20.10.2012 (09:00 bis 16:00)
Kosten: 195 €
Fortbildungspunkte: 12
09.11.2012 (15:00 bis 20:00) und 10.11.2012 (09:00 bis 15:30)
Erzähl doch mal! Sprachentwicklungsstörungen gehen oft mit mangelnder Erzählfähigkeit einher. Die Erzählsprache lernt das Kind im Miteinander, in Diskursen. Diskurse führen zu können, stellt eine elementare Basisqualifikation sprachlicher Fähigkeiten dar. Sie hat ihren Ursprung in den ersten Lebensmonaten und wird bis ins frühe Schulalter hinein verfeinert. Mangelnde Erzählfähigkeit und, häufig damit verbunden, eine unreife Diskursgestaltung können dazu führen, dass die Pragmatik der Sprache nicht genügend Bedeutung erhält und Kinder in der Sprachentwicklung weniger gut vorankommen. Fortschritte erfolgen jedoch meist durch Diskurse und kommen in Diskursen zum Ausdruck. Inhalt des Seminars: · Entwicklungsbereiche des Erzählerwerbs · Entstehung von Diskursen im Miteinander · Grundlagen aus der Bindungsforschung · Emotionsentwicklung, die Gefühlssprache · Das narrative Prinzip, Geschichtenstruktur · Kohärenz, Sinnschaffung, Zusammenhangsbildung · Grundlagen aus der Neurobiologie · Das Wesen der Zeit · Das Wesen der Liebe · Übergang zur Schriftlichkeit · Diagnostik und Therapie Alle Entwicklungsphasen werden durch Videobeispiele veranschaulicht und das Einschätzen von Diskurssequenzen und Erzählqualitäten anhand von Videobeispielen erarbeitet.
ReferentIn: Margita Händel-Rüdinger
Kursnr.: 628
Termin: 09.11.2012 (15:00 bis 20:00); 10.11.2012 (09:00 bis 15:30)
Kosten: 200 €
Fortbildungspunkte: 13
Die BULA-Methode ist wunderbar geeignet, um mit jüngeren Kindern oder auch mit Kindern mit großem Leidensdruck effektiv und mit viel Spaß und Phantasie an der Lautbildung zu arbeiten. Der Einsatz von Händen und Füßen unterstützt die Kinder in der korrekten Lautbildung auf indirekte und spielerische Weise. Wichtig für die nutzbringende Anwendung dieser Methode zur Behandlung phonetischer Störungen ist die genaue Kenntnis des Funktionsprinzips und der Regionen, die einander und somit auch die Aussprache des Kindes beeinflussen können. In der angebotenen Fortbildung wird dieses Wissen vermittelt, die Wirkungszusammenhänge werden aufgezeigt und zudem machen wir einen kleinen Ausflug in die Entstehungsgeschichte der BULA (und in die "Lautunterstützende Bewegungen der funktionellen Therapie nach Weiser" (LUB), aus der sie entstanden ist). Vor allem aber, das ist der Hauptteil des Seminars, sollen die TeilnehmerInnen mit der praktischen Anwendung der Methode soweit vertraut werden, dass sie diese - zumindest für die am häufigsten fehlgebildeten Laute - direkt in der Therapie anwenden können. Es wird zudem ein "Rezept" besprochen, mit dessen Hilfe unterstützende Bewegungen selbst erarbeitet werden können. Darüber hinaus werden viele Materialanregungen und konkrete, leicht umsetzbare Spielideen aus der Praxis vermittelt. Die verwendeten Materialien finden sich in jedem Haushalt oder in der Natur und haben dadurch nochmals einen besonderen Aufforderungscharakter für die Kinder.
ReferentIn: Heidrun Zehner
Kursnr.: 626
Termin: 10.11.2012 (09:30 bis 17:00)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 8
16.11.2012 (16:00 bis 19:00) und 17.11.2012 (09:00 bis 17:00)
Das Seminar basiert auf der 'Assoziationsmethode' von Mildred McGinnis. Die Referentinnen stellen den von Renate Meir modifizierten Therapieansatz vor, der bereits bei Vorschulkindern mit auffälliger Sprach- / Sprechentwicklung angewendet werden kann und sowohl phonologische als auch dyspraktische Probleme behandelt. Das therapeutische Vorgehen nach McGinnis Mod. kann auch die Entwicklung der Grammatik günstig beeinflussen. Ferner bietet dieser Therapieansatz Anwendungsmöglichkeiten bei Kindern, die in ihrer weiteren Entwicklung Schwierigkeiten im Lese- / Rechtschreiberwerb erwarten lassen. Seminarinhalte: - Theorie zur Methode, Indikation und Diagnostik. - Vorstellen des Materials und dessen praktische Anwendung. - Zwei Demonstrationen je einer Behandlungsstunde. - Zwei praktische Übungen: Durchführung je einer Behandlung in Kleingruppenarbeit unter Supervision. - Zwei ausführliche Besprechungen der Ergebnisse der Kleingruppenarbeit. - Eine Falldarstellung über einen Therapiezeitraum von zwanzig Monaten mit vier Videosequenzen. - Viel Raum zu Diskussion und Beantwortung von Fragen. - Ziel ist, die TeilnehmerInnen in die Lage zu versetzen, mit Hilfe des zur Methode entwickelten Materials das Erarbeitete sofort in die Praxis umsetzen zu können. Im Seminarpreis sind die Kosten für das ausführliche Anwenderhandbuch und die Mappe mit 171 Kopiervorlagen (25,00 EUR) enthalten.
ReferentIn: Renate Meir und Julia Urban-Maier
Kursnr.: 601
Termin: 16.11.2012 (16:00 bis 19:00); 17.11.2012 (09:00 bis 17:00)
Kosten: 200 €
Fortbildungspunkte: 12
Bei nahezu allen Parkinsonpatienten tritt im Laufe der Erkrankung eine Dysarthrophonie unterschiedlicher Ausprägung auf. Ausgehend vom allgemeinen Erscheinungsbild der Parkinsonschen Krankheit werden die Symptome der hierbei entstehenden Dysarthrophonie und deren Begleiterscheinungen vorgestellt. Es wird auf die speziellen Anforderungen in der Therapie der Parkinsonpatienten eingegangen. Insbesondere werden Gedanken aus einem speziell für diese Patienten entwickelten Trainingsprogramm für die Stimme und dessen Anwendung auf das Sprechen (Lee Silverman Voice Treatment = LSVT) aufgegriffen und in ihren Grundzügen vorgestellt. In einem praktischen Teil können die Grundübungen des Stimmtrainings ausprobiert werden. Das Ziel des Seminars ist das Erarbeiten einer auf die speziellen Anforderungen der Dysarthrophoniebehandlung bei Parkinsonpatienten zugeschnittene Therapiemöglichkeit.
ReferentIn: Sibylle Hügelschäfer
Kursnr.: 634
Termin: 17.11.2012 (09:00 bis 16:30)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 8
Regulationsstörungen des Säuglings- und frühen Kindesalters gehen häufig nicht spurlos an dem fragilen Kommunikationsbeginn zwischen Mutter und Kind, Eltern und Kind vorbei. Sei es das exzessive Schreien oder auch Schlaf- und Fütterstörungen - all diese Startbedingungen können Sprache und Spracherwerb sowie Spielverhalten mit beeinflussen. In diesem Seminar geht es um die frühkindliche Beziehung im Rahmen von Engels- und Teufelskreisen, die in belasteten und unbelasteten Situationen entstehen. Was können wir beobachten, wie können wir erste Gespräche in der Beratung gestalten - wie funktioniert Videoarbeit und wertschätzende Auswertung mit den Eltern? Befundung und Beratung werden ausführlich dargestellt, die Inhalte durch Videobeispiele verdeutlicht.
ReferentIn: Cordula Winterholler MA
Kursnr.: 630
Termin: 24.11.2012 (09:30 bis 17:00)
Kosten: 110 €
Fortbildungspunkte: 8
30.11.2012 (15:30 bis 19:00) und 01.12.2012 (09:30 bis 17:00)
Das Sprachverständnis stellt die Basis für die Sprachentwicklung von Kindern dar. Störungen in diesem Bereich können dafür verantwortlich sein, dass erste Wörter ausbleiben und Kinder mit unauffälligen kognitiven Fähigkeiten die 50-Wörter-Grenze bis zum zweiten Geburtstag nicht erreichen können. Im Kindergartenalter sind floskelhafte Sätze, Echolalien, Missverständnisse und häufiges Ja- Sagen bei Fragen typische Symptome. Im Schulalter können Probleme im Sprachverständnis den Schulerfolg behindern, wenn z.B. das sinnentnehmende Lesen nicht gelingt. In diesem Seminar werden diagnostische Möglichkeiten bei Störungen im Sprachverständnis aufgezeigt (z.B. MSVK, TROG-D, Geschichtentest). Im Bereich Therapie werden folgende Ansätze besprochen, durch Videobeispiele belegt und durch Materialanregungen ergänzt: Therapieansatz für kleine Kinder in Anlehnung an Zollinger, Therapiebausteine für die Arbeit auf den (entwicklungsentsprechenden) verschiedenen linguistischen Ebenen sowie Strategien für ein erfolgreiches Sprachverstehen im Schulalter.
ReferentIn: Carmen Barth MSc
Kursnr.: 627
Termin: 30.11.2012 (15:30 bis 19:00); 01.12.2012 (09:30 bis 17:00)
Kosten: 190 €
Fortbildungspunkte: 12